Landsmannschaft der Donauschwaben in Baden-Württemberg e.V.

Ortsverband Albstadt

Berichte

 

VOR DER KONTAKTSPERRE:
Donauschwaben und Gäste genießen Kesselfleisch/Schlachtplatte und bilanzieren in der Jahresversammlung

Vor ein paar Wochen trafen sich die Donauschwaben, ihre Nachkommen und wieder zahlreiche Gäste ohne donauschwäbische Wurzeln in der Zille zum Kesselfleisch-Essen, das heuer durch weitere Zutaten auch als Schlachtplatte zu definieren war. Zu diesem Zeitpunkt war die COVID-19-Situation noch in dem Status der Empfehlungen des Händewaschens und Desinfizieren. Niemand wusste zu diesem Zeitpunkt, dass es die vorläufig letzte Zusammenkunft auf unabsehbare Zeit sein würde.
In der anschließenden Jahresversammlung bilanzierten die Mitglieder das Geschäftsjahr 2019, das besonders durch Investitionen hervor stach. Spenden, Zuwendungen und der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb wurden unisono gleich in verschieden Projekte in und um die Zille investiert. Ein großer Ausgabenposten war zudem die Entsorgung von zahlreichem Sperrmüll, der durch das Ausräumen des Schuppens neben der Zille angefallen ist und den der Ortsverband nun auch offiziell zur Nutzung nehmen kann. Bei Kaffee und Kuchen ließen die Mitglieder den Tag ausklingen.

                                                                                                                                                             Geschrieben am 02.04.2020

————————————————————————————————————————————————

  

Bei Krautwickel und Tanz platzt die Zille aus allen Nähten

Der Februar steht bei den Donauschwaben und ihren Gästen in Albstadt traditionell im Zeichen von deftigen Mahlzeiten. Bei den „Sarma“, dessen Füllung aus einem alten Rezept mit Fleisch und Reis besteht, gab es in diesem Jahr kein Halten mehr. Die Zille platzte buchstäblich aus allen Nähten, was das Küchen-Team besonders freute und eifrig die Kartoffeln für das Püree stampfte und die süße Tomatensoße anrührte. Die Helfer hatten eifrig zu tun damit jeder Gast seinen reichlich gefüllten Teller ohne Verzögerung auf den Tisch bekam. Während die Gäste die „schwowischen“ Krautwickel sichtlich genießen konnten, schlüpften die Tänzerinnen und Tänzer der Gemischten Donauschwäbischen Tanz- und Trachtengruppe in ihre Trachten, um als Schmankerl den Nachtisch auch für das Auge zu bereichern. Die Frauen schwangen in der „Blaufärber-Alltags-Tracht“ die Röcke, während die Männer beim Tanz „Borsicka“ sich mittendrin ein Schnäpslein gönnen. Bei Kaffee und Kuchen und allgemeinen Tanz für Alle ließen die Gäste den Tag ausklingen.

                                                                                                                                                       Geschriben im Februar 2020

________________________________________________________________________________________________________________________

„Bohnensupp“ lockte zahlreiche Gäste zu den Donauschwaben

Die donauschwäbische Küche ist bekannt für Rezepte, die sich teilweise mit den Gepflogenheiten der Herkunftsländer vermischen. So ist die „Bohnensupp“ ein Gericht, dass vor allem in einigen serbischen Gebieten der Donauschwaben auf den Tisch gekommen ist. Bei den Nachfahren in Albstadt ist die Bohnensupp zum traditionellen ersten Essen eines Jahres im Donauschwaben-Haus „Zille“ in Truchtelfingen geworden. Zahlreiche Gäste aus dem Zollernalbkreis folgten der Einladung des Ortsverbandes Albstadt.

Die großen weißen Bohnen wurden vom „Kuchl“-Team sorgfältig in der Suppe zubereitet, die aus weiteren Elementen besteht und mit einer Art Eintopf verglichen werden kann. Auch Speck ist ein wichtiger Bestandteil des sättigenden Essens, welches für die Vorfahren, die auf den Feldern im pannonischen Land harte Arbeit geleistet hatten, sehr wichtig gewesen ist.

In der Zille bekamen die Gäste als Jahreseinstieg sogar noch einen kostenlosen Nachschlag, der gerne angenommen wurde. Bei geselligem Beisammen wurde durch den Ortsvorsitzenden Matthias Schwarz am Nachmittag mit Kaffee und Kuchen über den Terminplan der kommenden Monate berichtet. Der Kalender ist bis zum Jahresende mit vielen Veranstaltungen und Zusammenkünften ausgebucht.

                                                                                                                                                   Geschrieben im Januar 2020

————————————————————————————————————————————————



Donauschwaben beim Volksfestumzug in Bad Cannstatt

Die Trachtengruppe der Donauschwaben Albstadt nahm zusammen mit den Donauschwaben aus Reutlingen, Mosbach und Schönaich am Volksfestumzug in Bad Cannstatt teil. Ein Zusammentreffen in dieser Konstellation hatte es seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr gegeben. Etwa 155.000 Zuschauern, die an der Umzugsstrecke durch die gesamte Cannstatter Innenstadt bis hinaus beim Volksfest auf dem Wasen standen, präsentierten die Donauschwaben ihre Alltags- und Festtagstrachten. Bei den Albstädter Donauschwaben waren es zugleich die Trachten aus mehreren Heimatdörfern im pannonischen Land. So boten dann die vier Trachtengruppen gemeinsam ein buntes Potpourri an „G´wand“.

                                                                                                                                            Geschrieben im September 2019

————————————————————————————————————————————————

 


Donauschwaben bei den Heimattagen in Winnenden

Die Trachtengruppe der Donauschwaben Albstadt nahm zusammen mit den Donauschwaben aus Reutlingen am Landesfestumzug der Heimattage in Winnenden teil. Mit der Lauf-Nr. 17 mussten die Teilnehmer nicht lange bis zum Start des Umzuges warten um die Trachten aus mehreren donauschwäbischen Siedlungsgebieten präsentieren zu können. Viele Zuschauer säumten trotz strömenden Regens die Umzugsstrecke in der Winnender Innenstadt und beklatschten das Durchhaltevermögen der bis auf die Knochen nass gewordenen Trachtenträger/innen. Tänzerische Einlagen, wie der „Flieger“ oder die „Gassen-Polka“, ließ das schlechte Wetter für einige Augenblicke vergessen. Nach der Rückkehr ließen die Donauschwaben den Abend in einem Albstädter Lokal ausklingen.

                                                                                                                                               Geschrieben im September 2019

————————————————————————————————————————————————

 


 

Sommerfest lockt scharenweise Besucher zu den Donauschwaben

Ausstellung in der Heimatstube weckt das Interesse der Gäste

Das Sommerfest in Verbindung mit dem Tag der offenen Tür der Donauschwaben Albstadt und des BdV-Kreisverbandes Zollernalb lockte am vergangenen Sonntag über 300 Besucher auf das Gelände des donauschwäbischen Vereinsdomizils „Zille“ in Truchtelfingen. Zeitweise war der Andrang so groß, dass mehrmals neue Tische und Stühle aufgestellt werden mussten. Die Heimatstube mit der Ausstellung über die Donauschwaben und den anderen Landsmannschaften innerhalb des Bundes der Vertriebenen platzte aus allen Nähten. „Ein so großes Interesse an der Ausstellung haben wir noch nie verzeichnet,“ erklärt der Ortsverbandsvorsitzende Matthias Schwarz. Sein Stellvertreter Hans-Joachim Brezing kam mit den Erläuterungen zu den Dokumentationen und Ausstellungsgegenständen kaum noch nach. „Kulturelle Breitenarbeit ist ein wichtiges Anliegen der Landsmannschaften um die Kultur und Bräuche weiter zu geben und die Geschichte der ehemaligen deutschen Siedlungsgebiete nicht in Vergessenheit geraten zu lassen,“ erklärte Brezing den vielen Zuhörern. Landesinnenminister und Beauftragter für Vertriebene und Spätaussiedler, Thomas Strobl, hatte geplant das Sommerfest zu besuchen und die Zille zu besichtigen, musste jedoch einige Tage zuvor sein Kommen wegen dringenden politischen Terminen absagen und brachte stattdessen in einem Schreiben seiner Büroleiterin den Dank für die kulturelle Arbeit im Zollernalbkreis zum Ausdruck.

Indessen hatten die Helfer der donauschwäbischen Küche ebenfalls alle Hände voll zu tun. Das Paprikasch – ein donauschwäbisch/ungarisches Gulasch – und die Bratwürste gingen weg wie warme Semmeln. Die Kuchentheke war am Ende des Tages ausverkauft und die Kaffeemaschinen liefen auf Hochtouren.

In einer Pause des Musiker-Trios „twentyeleven“ marschierte zur Überraschung der vielen Gäste die Gemischte Donauschwäbische Tanz- und Trachtengruppe Albstadt auf die Bühne im Außenbereich und zeigte sich in neuer Besetzung, bestehend aus Tänzerinnen und Tänzern unterschiedlicher Altersklassen. Mit einem ruhigen und vier schwungvollen Tänzen brachte die Gruppe gute Laune auf den Platz und durfte nicht ohne eine weitere Zugabe von dannen ziehen. Die Tanzgruppe war allerdings in „Zivil“ vor Ort, weil das Anziehen der beeindruckenden Trachten sehr aufwendig ist und die Tänzer noch zum „Schaffen“ in und um die Zille gebraucht wurden. Donauschwäbische Gäste aus Bayern zeigten aber mit Stolz eine schöne Tracht. Das Wetter hatte Erbarmen und trug somit zu einem erfolgreichen Sommerfest bei.

                                                                                                                                                       Geschrieben im Juli 2019

————————————————————————————————————————————————


 

 

BdV-Kreisverband Zollernalb und Donauschwaben Albstadt beim Weltflüchtlingstag in Bad Cannstatt

Der Landesinnenminister und Landesbeauftragter für Vertriebene und Spätaussiedler, Thomas Strobel, hat zum Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung am Mahnmal für die Charta der deutschen Heimatvertriebenen im Kurpark Bad Cannstatt eingeladen. Eine Delegation des Bundes der Vertriebenen Kreisverband Zollernalb, vertreten durch den Kreisverbandsvorsitzenden Matthias Schwarz und seinem Stellvertreter Hans-Joachim Brezing, folgte der Einladung, um zusammen mit Vertretern aus ganz Baden-Württemberg an der Gedenkstunde teilzunehmen. Der Innenminister erinnerte in seiner Ansprache an das Schicksal der Flüchtlinge und Vertriebenen am Ende des Zweiten Weltkrieges. „Die Menschen mussten mitten in einem besonders strengen Winter ihre Häuser verlassen, ihr Hab und Gut zurücklassen,“ mahnte Strobl, „sie verloren nicht nur ihren kompletten Besitz, sie verließen auch ihre Heimat.“

Auch Iris Ripsam, Landesvorsitzende des Bundes der Vertriebenen, erinnerte an die vielen Schicksale der Menschen. Über zwei Millionen Flüchtlinge und Vertriebene verloren auf dem Weg ins Ungewisse ihr Leben. Mehr als 12 Millionen Deutsche haben es dann trotz aller widrigen Umstände in das heutige Bundesgebiet geschafft. Der Wiederaufbau der Städte wäre ohne die Heimatvertriebenen in dieser Schnelligkeit nicht möglich gewesen und auch die Vereinigung von Baden und Württemberg zu einem gemeinsamen Bundesland hätte ohne die Heimatvertriebenen nicht zustande kommen können.

Im Zollernalbkreis leben heute weit mehr als 10.000 Nachkommen der deutschen Heimatvertriebenen. Am Aktivsten sind noch die Donauschwaben in Albstadt, die sich zusammen mit dem BdV-Kreisverband in den Belangen der Landsmannschaften im Zollernalbkreis engagieren.

                                                                                                                                                      Geschrieben im Juni 2019

————————————————————————————————————————————————


 

 

Wenn beim Schwabenball zum Sacktuchtanz gebeten wird

Donauschwäbische Tanz- und Trachtengruppe Albstadt zu Besuch in Göppingen

Die Donauschwaben Albstadt pflegen seit einigen Jahren ein gutes Verhältnis zu ihren Landsleuten des Verbandes der Banater Schwaben. Einer Einladung zum Landestrachtenfest und Großen Schwaben der Banater Schwaben Baden-Württemberg haben die Albstädter gerne angenommen und sind nach Göppingen gefahren.

Schirmherr des Landestrachtenfestes war Herr Landesinnenminister Thomas Strobl, der von allen Trachtenträgern in einem Spalier in der Stadthalle Göppingen empfangen wurde. Beim gemeinsamen Einmarsch von über 200 Trachtenträgern in den großen Festsaal bot sich ein beeindruckendes Bild. Während die Banater Trachtengruppen ihr „Gwand“ aus dem Banat präsentierten, zeigten die Albstädter Donauschwaben die Vielfalt aller donauschwäbischen Siedlungsgebiete. Josef Prunkl, Landesvorsitzender der Banater Schwaben, bedankte sich für die Teilnahme der Donauschwäbischen Abordnung und freute sich über das Verbandsübergreifende gute Verhältnis zu den Albstädter Donauschwaben.

Im kulturellen Teil des Abends tanzten zuerst alle Trachtengruppen gemeinsame Tänze. Bei den anschließenden Einzelauftritten begeisterte die Albstädter Trachtengruppe mit dem „Sacktuchtanz“ die Gäste in der Halle, denn während des Tanzes verzwirbeln sich die Sacktücher und am Schluss des Tanzes sind diese wieder in ihrem normalen Zustand als ob nichts gewesen wäre.

Beim anschließenden Schwabenball wurde zu den Klängen der Band „Top Klang“ bis spät in die Nacht das Tanzbein geschwungen.

                                                                                                                                                 Geschrieben im Mai 2019

————————————————————————————————————————————————

 


 

 



Paprikabratwürste sind der Renner

Bis auf den letzten Platz besetzt war die „Zille“ beim Donauschwäbischen Bratwurstessen. Das Vereinsheim in Truchtelfingen wurde zum Anziehungspunkt für Gäste aus der gesamten Region. Sogar die Donauschwäbischen Tanzgruppen aus Reutlingen und Freising waren angereist, um sich diese Leckerbissen nicht entgehen zu lassen. Das Rezept der Paprikabratwürste stammt aus Neu-Pasua, einer ehemaligen deutschen Gemeinde im heutigen Serbien und wurde zum Renner an diesem Tag, so dass das Küchen-Team einen Ausverkauf melden konnte. Das Kuchen-Buffett wurde ebenfalls nahezu überrannt, so dass auch hier kaum was übrig geblieben ist. Ein Großteil der Gäste tanzte anschließend bis in den Abend hinein zu flotter Musik, so dass die Zille ihrem Zweck als Kultur-, Begegnungs- und Veranstaltungsstätte wieder mal gerecht wurde.

                                                                                                                                                Geschrieben im Mai 2019